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Ursprung der Monogamie im Westen

Heterosexuelle Monogamie, als traditionell einzig akzeptierte Form der Ehe bring viele Probleme mit sich. Sie macht beispielsweise  Polyamorie, Homosexualität oder Bisexualität zu einem Tabu. 
Unterschied zwischen Polygamie und Polyamorie? Klicken Sie hier!

Geschichte & Kultur

Vor 2000 Jahren war Israel kein unabhängiges Land mehr
Israel
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  • ​Polygamie war zur Zeit des Neuen Testaments bei den Juden soweit verbreitet, dass die Römer sie allen verbieten konnten ausser den Juden. 
  • Polygamie war in der Bibel / unter Juden legal. ​
  • In Israel war Prostitution verboten.
  • Die Bibel verbot sexuelle Perversionen wie etwa Zoophilie (Geschlechtsverkehr mit Tieren), aber Pädophilie war nicht bekannt! 
  • In Israel gab es wohl Diener, aber keine Sklaverei.
  • Im Gegensatz zum römischen Recht konnten "Sklaven" heiraten (d.h. "Diener" - im biblischen Hebräisch gibt es keinen Begriff für "Sklave").
  • Dadurch wurde eine Sklavin frei. Wenn der Mann sie nicht gut behandelte, konnte sie die Scheidung verlangen und blieb frei. 
  • Wir finden in der Bibel wenig konkrete Beispiele von Scheidungen.
  • Wir finden im Neuen Testament mehrere Texte, die Polygamie als biblisch akzeptierte Praktik voraussetzen​.
Juden opferten ihrem Gott Tiere nur im Tempel in Jerusalem. Da es aufgrund der Zehn Gebote verboten war, Götzenbildern Opfer darzubringen, waren Diaspora Juden im Römischen Reich die einzig augenscheinlich nicht-opfernde Bevölkerung des ersten Jahrhunderts. Infolgedessen beschuldigten heidnische Beobachter manchmal Juden der Gottlosigkeit gegenüber heidnischen Göttern.

Römer
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  • Ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung durch die Römer führte der grosse Jüdische Krieg nach ca. 8 Jahren Kampf gegen die damalige Weltmacht im Jahr 74 n.Chr. schlussendlich zu Israels Niederlage.​
  • 1,1 Millionen Juden starben und weitere 97'000 wurden versklavt. Wegen des Überangebots auf den Sklavenmärkten brachen die Preise ein.
  • Mit Ausnahme der Juden wurde im Römischen Reich Monogamie praktiziert. 
  • Bei den Römern war Polygamie illegal​.
  • Als 212 n.Chr. ein neues Gesetz erlassen wurde (Constitutio Antoniniana), das einer grossen Anzahl Juden erlaubte, die römische Bürgerschaft zu erlangen, wurde es nötig, Polygamie auch bei Juden, welche die Doppelbürgerschaft erlangt hatten, zu tolerieren, auch wenn es gegen römisches Gesetz war, mehrere Frauen zu haben.
  • Und als die Römer das Verbot im Jahre 393 zum zweiten Mal auf alle Untertanen ausweiteten und die Juden nötigten, diesen Brauch aufzugeben, hielten sich diese trotzdem nicht daran.
  • Die Juden in Deutschland und im Norden Frankreichs verabschiedeten die Monogamie offiziell erst im 11. Jahrhundert.
  • Prostitution war legal, allgemein akzeptiert und (besonders in den unteren Gesellschaftsschichten) verbreitet.
  • Viele Prostituierte waren Sklaven (und bereicherten damit ihre Meister)
  • Sklavenhalter durften ihre (weiblichen und männlichen) Sklaven (und deren Kinder) zu allen (u.a. sexuellen) Zwecken verwenden, waren deshalb auch selten im Bordell anzutreffen. 
  • Sklaven konnten nicht heiraten.
  • Die Kinder einer Sklavin wurden rechtlich gesehen als Sklaven geboren, selbst wenn ihr Vater Römer war.​
  • Pädophilie konnte mit Kindern von Sklaven praktiziert werden. 
  • Scheidungen waren häufig.​​
  • Gleichberechtigung? Frauen (auch gebürtige Römerinnen) blieben rechtlich gesehen ein Leben lang bevormundet und mussten ihr Leben lang sowohl ihren Männern wie auch ihren Vätern gehorchen. 
  • Ganz konkret: römische Frauen konnten sich nicht scheiden lassen. Sie wurden von ihren Vätern oder ihren Männern geschieden.​
Eine Woche dauerte nicht 7, sondern 10 Tage. Wochenende gab es keine (Wochenende ist eine jüdische "Erfindung"). Die verschiedensten Göttern geweihten Festtage waren die einzigen Ferien. 

Kirche
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  • Jesus war Jude. 
  • Die erste Kirche war jüdisch.
  • Christen im ersten Jahrhundert (etwa der Apostel Paulus) haben im Tempel in Jerusalem noch Tiere geopfert. ​
  • Die Kirche begann erst in den, auf die Zerstörung Jerusalems folgenden Jahrzehnten von Gläubigen heidnischen Ursprungs dominiert zu werden.
  • Die Christus-Anhänger - eine ursprünglich jüdische Bewegung - begann erst nach der Zerstörung Jerusalems als eigene, nur teilweise vom Judentum abhängige "Religion" betrachtet zu werden. 
  • Heiden, die sich zum Christentum bekehrten, waren monogam.
  • Erst die Kirchenväter ab dem zweiten Jahrhundert, also sich zum Christentum bekehrte Heiden, die in einem monogamen Umfeld aufgewachsen sind, haben die Polygamie im Judentum kritisiert.​
Diese Entwicklung ab dem frühen zweiten Jahrhundert schlug ihre Wurzeln in einem zunehmend anti-jüdischen Umfeld - besonders nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 - und war von heidnischem, polytheistischem Gedankengut, das sich mit biblischen Ideen vermischte, geprägt.

Auf der nächsten Seite werden wir sehen, dass Jesu Lehre von der Scheidung untrennbar mit der Frage der polygamen Ehe verbunden ist:​
Polygamie & Scheidung
By Chris Zürcher. Page updated on 21 April 2022
By Chris Zürcher. Site updated on 14 July 2026
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